Google Play

Google Play ist eine cloud-basierte Plattform des Unternehmens Google, die Spiele, Musik, Bücher, Filme und Anwendungen für unterstützte Geräte anbietet. Am 7. März 2012 nannte Google den ehemaligen Market entsprechend um und vereinte damit Google Music, Google Movies und Google Books.

Google Play Store

Der Google Play Store ist eine , die meist auf Smartphones und Tablet-Computern mit dem Android ausgeliefert wird. Mit dem Store von Google Play können Programme, Spiele und E-Books heruntergeladen und installiert werden.

Wie bei den Konkurrenten, dem App Store von Apple oder dem Windows Phone Store von , stammen die angebotenen Programme fast ausschließlich von Drittunternehmen und freien Programmierern. Der Verkaufspreis kann vom Entwickler frei bestimmt werden. Es wird eine große Auswahl sowohl kostenloser als auch kostenpflichtiger Programme angeboten, wobei der Anteil an kostenlosen Applikationen überwiegt.

Geschichte
Google Play Store wurde am 28. August 2008 als Android Market angekündigt und am 22. Oktober 2008 für die Nutzung zur Verfügung gestellt. Seit dem 3. April 2009 unterstützte die deutsche Ausführung des Android Market auch die Bezahlfunktion für kostenpflichtige Applikationen. Zuvor war dies nur für Nutzer aus den USA und Großbritannien möglich.

Somit können deutsche und österreichische Nutzer kostenpflichtige Anwendungen über das Softwareportal beziehen. Seit dem 13. Mai 2009 können deutsche und österreichische Entwickler kostenpflichtige Anwendungen im Softwareportal anbieten. Am 6. März 2012 wurde der Android Market in Google Play Store umgetauft.

Seit dem 14. Juni 2012 sind im Google Play Store in Deutschland auch E-Books unter dem Angebotsnamen “Books on Google Play” erhältlich. Der Suchmaschinenkonzern hatte im Rahmen des Projekts Google Books im Jahr 2004 damit begonnen, Bücher von mehr als 35.000 Verlagen in mehr als 100 Ländern sowie über 400 Sprachen zu digitalisieren. Bis 2015, so das genannte Ziel, sollen mehr als 15 Millionen Bücher online gespeichert sein.

Im August 2012 hat Google unter der Bezeichnung Google Play Movies in Deutschland den Download von Kinofilmen freigeschaltet, nachdem dieser bislang nur in den USA und einigen anderen Ländern verfügbar war. Filme können nicht dauerhaft gekauft, sondern lediglich ausgeliehen werden und sind sowohl in SD- als auch HD-Qualität erhältlich. Mit Play Movies holt Google weiter auf den iTunes Store von Apple auf, welcher derzeit jedoch eine größere Auswahl bietet und im Gegensatz zum Play Store u.a. auch Fernsehserien im Angebot hat. Anfang 2013 waren über 800.000 Inhalte verfügbar. Google Play überholte damit den Apple App Store.

Verfügbarkeit
Das Programm Google Play Store ist auf den meisten Android-Geräten bereits vorinstalliert. Gemäß Google-Richtlinien wird nichtkompatiblen Geräten (z. B. diversen Tiefpreis-Tablets) jedoch der Zugang verwehrt.

Nach dem Start erscheint bei bestehender Internetverbindung eine Startseite mit verschiedenen Applikationsempfehlungen. Seit dem 2. Februar 2011 ist es auch möglich, über einen Webbrowser vom PC aus auf den Store zuzugreifen. Die zu installierenden Programme werden dabei an das Android-Gerät gesendet und dort installiert. Voraussetzung ist ein bestehendes Google-Konto.

Seit Version 3.3.11 kann der ehemalige Android Market bei Bedarf alle verfügbaren Anwendungs-Updates automatisch einspielen. Damit das nicht zu Lasten eines mobilen Datentarifs geht, kann das Programm so eingestellt werden, dass Updates nur dann heruntergeladen werden, wenn eine Verbindung zu einem WLAN-Funknetz besteht.

Anzahl der Apps
Ende Januar 2012 waren im damaligen Android Market mehr als 360.000 Anwendungen verfügbar, die insgesamt über 10 Mrd. Mal heruntergeladen wurden. Die Anzahl aller bisher hochgeladenen Anwendungen ist deutlich höher, da Apps ständig wieder aus dem Markt entfernt werden. Der Umsatz beträgt ca. fünf Mio. US-Dollar pro Monat. Etwas mehr als 15 Prozent der Anwendungen im Google Play Store sind Spiele. Das Anbieten kostenpflichtiger Anwendungen im Google Play Store ist Entwicklern mit Wohnsitz in ausgewählten Staaten (darunter Deutschland und Österreich) vorbehalten. Kostenfreie Software macht etwa 65 Prozent der Software des Stores aus.

Bezahlkonzept
Lange war es ausschließlich mit dem von Google selbst angebotenen Google Wallet möglich, kostenpflichtige Applikationen im Android Market zu erwerben. Innerhalb dieses Systems gibt es die Möglichkeit, per Kredit- bzw. Debitkarte zu bezahlen. In Deutschland können Mobilfunkkunden von T-, Vodafone und auch O2, in den USA Kunden von T- sowie AT&T auch über ihre Telefonabrechnung bezahlen.Einige Entwickler bieten ihre Applikationen auch (oder ausschließlich) zum Download direkt von der eigenen Website an; so entfallen die durch Google Wallet gegebenen Hürden, und es können alternative Zahlungsverfahren verwendet werden.

Seit langem befindet sich die eBay-Tochter PayPal in Gesprächen mit Google, um Software aus dem Google Play Store auch über dieses Bezahlsystem erwerben zu können. Im Mai 2012 kündigte das Telekommunikationsunternehmen Telefónica Germany an, dass von Google Play heruntergeladene Apps und Computerspiele über die Handyrechnung der Mobilfunk-Tochtergesellschaft O2 bezahlt werden können.

Zusammenarbeit mit Entwicklern
Die Anmeldung für Entwickler im Google Play Store kostet eine einmalige Registrierungsgebühr von 25 US-Dollar. Auf die inhaltliche Überprüfung jeder einzelnen Anwendung verzichtet Google, stattdessen findet lediglich eine Überprüfung der Identität des Entwicklers und seit Februar 2012 auf vorhandene Malware statt, bevor die entsprechende Anwendung freigegeben wird. Google verlangt von den Entwicklern, genauso wie Apple und Microsoft, eine Transaktionsgebühr in Höhe von 30 Prozent des Verkaufspreises. Zusätzlich stellt Google die Android Developers Platform zur Verfügung. Neben Tutorials, -Beispielen, technischen Artikeln sowie Tipps und Tricks gibt es für die Entwickler dort Gelegenheit, sich untereinander via Chat oder Forum auszutauschen.

Kontroverse
Der Google Play Store lässt sich nur mit einem Google-Konto nutzen. Einige Entwickler bieten an, ihre Applikationen direkt von ihrer eigenen Website bzw. in einem Portal herunterzuladen und direkt zu installieren. Die Anzahl der so angebotenen Apps ist jedoch, verglichen mit dem Google Play Store, gering.

Google hat die Möglichkeit, Software ohne Nachfrage des Nutzers zu löschen und zu installieren.  Falls Google eine kostenpflichtige Software löscht, erhält der Kunde den Kaufpreis zurück. Im Juni 2010 hat Google erstmals Anwendungen auf den Endgeräten der Anwender durch einen entfernten Zugriff gelöscht, da ein Sicherheitsexperte demonstrieren wollte, wie einfach Schadsoftware auf Android-Smartphones verbreitet werden kann. Auch bei Geräten wie beispielsweise dem Apple oder dem Amazon Kindle besteht die Möglichkeit, über einen Fernzugriff Daten auf dem Endgerät zu löschen. Jedoch ist nicht bekannt, dass Apple oder Amazon auch eine Installationsmöglichkeit wie Google besitzen.
Alternativen zum Play Store

Neben dem Google Play Store steht Entwicklern und Endanwendern eine Reihe anderer Märkte und Plattformen für Android-Software offen. Da Android eine offene Plattform ist, ermöglicht Google es jedem, in dieses Geschäft einzusteigen, ohne irgendwelche Lizenzen zu bezahlen oder ein Non-disclosure agreement zu akzeptieren.

  • F-Droid – Ein Appstore, der als non-profit Projekt von einer Community freiwilliger Unterstützer betrieben wird und über den ausschließlich kostenlose, -Apps (Open Source) bereitgestellt werden. Jedermann kann seine selbst-erstellten Apps hier hochladen, allerdings werden nur Apps ins Repository aufgenommen, die bestimmte Kriterien erfüllen. So wird beispielsweise geprüft, ob die App Werbung enthält oder den Endnutzer trackt.
  • SlideME bietet eine Plattform für Entwickler und Benutzer von Android. Entwickler können ihre Applikation kostenlos oder auch kostenpflichtig bei SlideME veröffentlichen, Benutzer können diese Applikation von SlideME beziehen. Außerdem besteht eine Möglichkeit, einen Entwickler anzuheuern. In diesem Market können Bezahlungen via PayPal, Amazon oder Kreditkarte getätigt werden. Um die Apps herunterzuladen, muss man eine App namens “SAM” (SlideME Application Manager) auf dem Androidphone installieren. Der SlideME Market umfasst ca. 2000 Applikationen.
  • sms.at Smartzone bietet einen eigenen Android Store für den Download von Apps, Klingeltönen, Games und Live Wallpapers an.
  • AndAppStore bietet auch eine eigene Anwendung, mit der Apps heruntergeladen werden können. Der Market umfasst ca. 1000 Applikationen, kostenpflichtige Apps können via PayPal bezahlt werden.
  • OnlyAndroid bietet ebenfalls eine eigene Anwendung, mit der Apps direkt über das Internet heruntergeladen werden können. Hier kann man auch nach Programmen suchen, Rezensionen schreiben u. ä.
  • pdassi bietet ebenfalls eine eigene Anwendung, mit der Apps heruntergeladen werden können.
  • HandanGo bietet auch eine eigene Anwendung, mit dieser werden überwiegend Klingeltöne zum Herunterladen angeboten.
  • GetJar enthält auch eigene Anwendungen. Der GetJar Market umfasst ca. 16.600 Applikationen.
  • AndroidPIT betreibt einen eigenen Store und bietet auch anderen Unternehmen diesen Store für ihre Android-Geräte an. Hierzu gehören Unternehmen wie 1&1, Telefunken, Pearl, Point of View und Interpad.
  • Der Amazon Appstore ist ein vom Online-Versandhändler Amazon angebotener Android Store und umfasst momentan ca. 9000 Apps (Stand: Mai 2011). Jeden Tag wird dort eine eigentlich kostenpflichtige App kostenlos angeboten. Der Zugang war lange Zeit auf Kunden aus den USA beschränkt, mittlerweile ist der Appstore aber auch für deutsche Kunden verfügbar und kann sowohl auf der Webseite von Amazon.de, als auch von der Amazon-Shopping-App aus heruntergeladen werden.
  • Playandroid betreibt einen eigenen Social Game-Store. Hier werden nur Spiele für Android zum Verkauf angeboten.
  • AppBrain.com
  • apps.merq.org bietet momentan mehr als 1400 kostenlose deutsche Apps an. Entwickler können zudem Apps kostenlos veröffentlichen.

Google Play Music

Google Play Music (davor Google Music, ursprünglich Music Beta by Google) ist ein Online-Musik-Streaming-Service und Musik-Onlineshop, welcher am 16. November 2011 offiziell in den USA gestartet wurde. Die Veröffentlichung in einigen Ländern Europas erfolgte am 12. November 2012.

Funktionalitäten
Der Service unterstützt das Online-Musik-Streaming auf PCs, Android-Smartphones und Tablet-Computer, inklusive der Geräte des unmittelbaren Wettbewerbers Apple. Google Play Music ermöglicht das Speichern von bis zu 20.000 digitalen Musikstücken via . Hierfür wird die von Google bereitgestellte Software Music Manager verwendet. Neben dem Speichern von eigenen, schon vorhandenen Musikstücken steht mittels Integration in den Google Play Store ein Onlineshop zur Verfügung, in welchem digitale Tonträger erworben sowie auf den Google-Play-Servern kostenfrei abgespeichert werden können. Zudem besteht die technische Möglichkeit, Musik auf einem Endgerät zu speichern, um diese offline weiterzuverwenden und mittels Android-App auf mobilen Geräten abzuspielen.

Direktvertriebsplattform für Musiker
Eine Besonderheit von Google Play Music besteht darin, dass auch Musiker ohne Plattenvertrag die Möglichkeit haben, über die Plattform ihre Musik zu vertreiben. Die Künstler können innerhalb von Google Play Music ihre eigene Seite erstellen, die Verkaufspreise festlegen und ihre Stücke zum Download anbieten. 70 Prozent des Verkaufserlöses erhalten die Künstler, Google behält 30 Prozent als Provision ein.

Geschichte

Google Play Music wurde erstmals auf der I/O-Konferenz 2010 von Googles Senior Vice-President of Social, Vic Gundotra, erwähnt, bei der der im Android Market implementierte webbasierte Musikmarkt vorgestellt wurde. Am 11. Mai 2011 wurde auf der I/O-Konferenz Google Play Music als Music Beta by Google offiziell vorgestellt und ging in den USA mit eingeschränkten Funktionen in die Beta-Phase.

Am 16. November 2011 wurde die Beta-Phase in den USA beendet und das Projekt seitens Google offiziell als Google Music gestartet. Funktionserweiterung im Vergleich zur Beta-Version waren die Anbindung an den damaligen Android Market, die Integration in Google+, sowie die Implementierung des T-Mobile Payment Systems.

Die Nutzung von Google Play Music in Europa war bis zum 11.11.2012 nur möglich, indem man sich über einen US-amerikanischen Proxyserver mit seinem Google-Benutzerkonto anmeldet. Bei der weiteren Nutzung ist dies jedoch obsolet. Zugriff auf den integrierten Musik-Bereich des Google Play Store hat man allerdings vorerst nicht. Die Android-App von Google Play Music ist über diverse inoffizielle Internetquellen problemlos auf Smartphones zu installieren und zu benutzen.

Kooperationen

Um eine kommerzielle Vermarktung von Musik über die neue, eigene Plattform zu ermöglichen und Google Play Music am Markt zu etablieren, ging Google vertragliche Kooperationen mit drei Major-Labels (Universal Music, EMI und Sony Music) sowie einigen Independent-Labels ein. Durch die Anbindung des T-Mobile Online-Paymentsystemes ermöglicht Google Play Music in den USA den Erwerb von Musiktiteln durch Rechnungsstellung via Telefonrechnung.

Im Rahmen des Startes der Google-Music-Website veröffentlichten mehrere Künstler dort freie Songs und exklusive Alben. So debütierten beispielsweise The Rolling Stones mit exklusiven Live-Aufnahmen

Quelle: Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Android_Market)

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