YouTube

(Aussprache [ˈjuːtuːb oder ˈjuːtjuːb]) ist ein Videoportal des US-amerikanischen Unternehmens Inc. mit Sitz im kalifornischen San Bruno. Die Benutzer können auf dem Portal kostenlos -Clips ansehen, bewerten und selber hochladen.

Auf der Internetpräsenz befinden sich Film- und Fernseh­ausschnitte, Musikvideos sowie selbstgedrehte Filme. Somit befindet sich neben professioneller Information oder Unterhaltung auch allerlei technisch Unausgereiftes, dazu Lustiges und Trauriges, Tutorials und Desinformation, Propaganda, Verschwörungstheorien, oder auch philosophische Gedanken neben Gewalt auf der Plattform.

Über das YouTube-Partnerprogramm ist es den Produzenten von viel gesehenen Videos seit 2007 möglich, Geld zu verdienen. Häufig organisieren sich Produzenten zu Kooperationen in Netzwerken („multi--networks“).

Geschichte

YouTube wurde am 15. Februar 2005 von den drei ehemaligen PayPal-Mitarbeitern Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim gegründet. Der Begriffsteil „Tube“ (eigentlich: Röhre) bezeichnet umgangssprachlich einen Fernseher, abgeleitet von der darin traditionell verwendeten „cathode ray tube“ (dt. Kathodenstrahlröhre). Der Name im Ganzen (wörtlich: Du Röhre) könnte als „Du sendest“ verstanden werden.

Am 9. Oktober 2006 wurde YouTube vom Suchmaschinenbetreiber Google für umgerechnet 1,31 Milliarden Euro (in Aktien) gekauft. Die Marke YouTube blieb bestehen; der Betrieb mit 67 Mitarbeitern – darunter die Gründer Chad Hurley und Steve Chen – führte die Geschäfte vorerst unabhängig weiter.

2007 führte YouTube einen jährlichen Wettbewerb zur Förderung der Talente auf der Plattform ein. Unter dem Namen „Secret Talents“ (Secret Talents Award) trat man den großen Castingshows mit einem Onlinecasting entgegen. Den Gewinnern werden Förderungsbudgets und ein professioneller YouTube-Kanal als Preise geboten.

Eine Studie des Marktforschungsinstituts Hitwise von März 2008 ordnete YouTube 73 Prozent aller Besuche von US-Videoportal-Seiten zu. Das eigene Videoangebot der Muttergesellschaft Google kam in dieser Zeit auf 8,4 Prozent.

Das Design von YouTube wurde seit dem Beginn der Website schon mehrfach, zumeist aber nur leicht verändert. In der Nacht vom 1. zum 2. Dezember 2011 wurde ein komplett neues Aussehen in die Plattform integriert. Am 7. März 2012 erhielten sämtliche Kanäle auf YouTube ein neues, einheitliches Design.

Im August 2012 wurde YouTube Movies in Deutschland gestartet, nachdem das Angebot schon einige Zeit in den USA verfügbar war. YouTube Movies ist ein separater Bereich der Plattform, in dem nur professionelle Kinofilme und Dokumentationen angeboten werden, darunter beispielsweise Dune oder Dawn of the Dead.

Ab September 2012 konnten mithilfe von Cookies neue Designs von YouTube aufgerufen werden. Rief man die Website von YouTube beispielsweise mit dem auf, so konnte man das neue Design bereits einsehen.

Im Dezember 2012 wurde das Design erneut überarbeitet. Im Oktober 2013 stellte YouTube ein neues Design vor, das sich am Design von Google+ anlehnt. Seit der Umstellung dürfen nur noch Google+-Mitglieder Videos kommentieren.

Technik

YouTube verwendet als Webserver Apache, für Bilder und andere statische Inhalte wird eine modifizierte Version von Lighttpd mit verbesserter Lastverteilung genutzt. Zum Speichern der publizierten Videofilme kam anfänglich das Flash-Container-Format (Dateinamenserweiterung: flv) sowie das für mobile Endgeräte gedachte Containerformat 3gp zum Einsatz.

Später begann das Unternehmen allerdings, seine Videos auch im -4-Container-Format und im WebM-Container-Format anzubieten. Die entsprechenden Video-Versionen können über einen Link unterhalb der normalen Version aufgerufen werden. Seit dem 25. November 2008 werden geeignete Videos zudem im 16:9-Breitbildformat angezeigt.

Seit Anfang 2010 ist es auch möglich, einen Großteil der Videos im -Format und damit mit -Bordmitteln anzusehen. Dies kann auf einer speziellen Seite aktiviert werden. Derzeit unterstützen nur die Google Chrome, Opera und Apples Safari dieses Format, jedoch werden von Firefox und dem Internet Explorer Teile des Angebotes unterstützt.

Nach Angaben von Google kommen immer mehr HTML5-Videos zum Einsatz. Der Internet Explorer benötigt zusätzlich das Google Chrome-Plugin. Die YouTube-Oberfläche ist in der Programmiersprache Python realisiert. Als Datenbankmanagementsystem kommt MySQL zum Einsatz.

Nutzung

Die Popularität von YouTube gründet in der großen Zahl von Mitgliedern, die Video-Dateien hochladen, bewerten und kommentieren (Netzwerkeffekt). YouTube ist seit seiner Gründung rasant zum führenden Videoportal im Internet aufgestiegen. Im März 2008 ging man von einem Marktanteil in den USA von etwa 73 Prozent aus.

Nach dem Erfolg von YouTube versuchen in Deutschland die privaten Fernsehsender, auf den Zug aufzuspringen. Im August 2006 bekannte sich RTL als Initiator der Video-Community Clipfish, nur wenige Wochen später beteiligte sich ProSiebenSat.1 Media mit 30 Prozent am Konkurrenten MyVideo. Dennoch ist YouTube auch in Deutschland weiterhin Marktführer.

Finanzierung

Im November 2005 erhielt YouTube 3,5 Millionen US-Dollar vom Silicon-Valley-Risikokapitalgeber Sequoia Capital, der auch Google bei der Anfangsfinanzierung geholfen hatte. Im April 2006 bekam die junge Firma weitere 8 Millionen US-Dollar von Sequoia.

Die Bewertung von YouTube stieg von 600 Millionen US-Dollar im Frühjahr 2006 auf 1,5 Milliarden US-Dollar bereits im Herbst desselben Jahres, als es von Google für diese Summe übernommen wurde. Laut einem Bericht der Zeitung New York Post waren Gesellschaften wie Viacom, Disney, AOL, eBay und Rupert Murdochs News Corp. – die Muttergesellschaft der New York Post – an einem Kauf von YouTube interessiert. Murdochs Medienimperium hat im Jahre 2005 durch den Kauf des Portals MySpace für 580 Millionen US-Dollar einen neuen Internet-Kaufrausch eingeläutet.

Seit Mai 2013 gibt es kostenpflichtige Kanäle, die zur Finanzierung von YouTube beitragen. Begonnen wurde in den USA mit Partnern wie National Geographic oder ES.TV, deren Folgen für 99 Cent abonniert werden konnten. Kostenpflichtige Kanäle stehen sowohl auf der Website als auch auf Smartphones und Tablets zur Verfügung.

YouTube Spaces

Ab Sommer 2012 eröffnete Google an mehreren Standorten weltweit so genannte YouTube Spaces, um erfolgreiche Partner durch Produktionskapazitäten und Schulungen unterstützen zu können. Dabei handelt es sich um professionelle Studios für die Aufzeichnung von YouTube-Videos, die unter anderem mit hochauflösenden Kameras, modernster Audio-Technik und Räumen für Aufnahmen mit der Bluescreen-Technik ausgestattet sind.

Als erster Space ging im Juli 2012 der YouTube Space im Londoner Stadtteil Soho in Betrieb. Es folgte im November 2012 die mit gut 3800 m2 bislang größte derartige Einrichtung, der Youtube Space Los Angeles. Dieser wurde in einem ehemaligen Helikopter-Hangar des vormaligen Hughes Airport in Playa del Rey errichtet. Ein dritter Space ging im Februar 2013 in Tokyo in Betrieb. Es folgt voraussichtlich im Herbst 2014 noch ein Space für die US-Ostküste in New York City.

Quelle: Wikipedia (://de.wikipedia.org/wiki/YouTube)

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